bedra FAQ - Häufig gestellte Fragen

Antworten auf häufig gestellte Fragen für den Bereich Funkenerosion (EDM)

Sie suchen schnell & einfach Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Funkenerosion (EDM)? Dann sind Sie in unserem bedra FAQ genau richtig. Sollten Ihnen die hier gegebenen Antworten nicht ausreichen, können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Allgemeine Fragen

Wie funktioniert Funkenerosion?

In einer Arbeitswanne mit isolierender Flüssigkeit gleitet - berührungslos und endlos – „das Werkzeug", eine Drahtelektrode mit angelegter Spannung, durch „ein Werkstück“, das ist die zweite Elektrode. Der Effekt: Ein Funkeninferno rund um die Drahtelektrode. Hochleistungselektronik triggert Impulsgeneratoren. Rund eine Millionen Entladungen pro Sekunde. Schnittgeschwindigkeiten bis zu 400 mm² / min und mehr. Plasmatemperaturen über 10.000° C – und trotzdem bleibt das Werkstück kalt.
Das bedeutet: Metallatome verdampfen explosionsartig und graben einen Mikro-Canyon durch das Werkstück, µm-genau, hochpräzise und nach programmierter Spur. Die entsprechenden Drahtelektroden zur Funkeneosion stammen von bedra.

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Wer nutzt Funkenerosion?

Funkenerosion ist die unangefochtene Schlüsseltechnologie bei der Herstellung von anspruchsvollen Form- und Stanzwerkzeugen für die Serienproduktion von Metall- und Kunststoffteilen quer durch alle Industriebereiche. Hinzu kommt die direkte Bearbeitung komplexer Präzisionskomponenten. Geometrievielfalt und Geometrietreue sind dabei entscheidende Erodier-Vorteile. Auch unkonventionelle Lösungen werden problemlos realisiert: Regelflächen mit extremer Konizität oder mit kleinsten Innenradien, Innengewinden und Hinterschneidungen. Jeder von uns ist längst Nutznießer der Funkenerosion: Ob wir auf die Uhr schauen, uns trocken rasieren, in Auto, Bahn oder Flugzeug steigen, telefonieren, spielen oder auf Stapelstühlen sitzen … Ein Glied in der Prozesskette formt immer ein bedra Erodierdraht.

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Wie wähle ich den richtigen Drahttyp für eine definierte Kundenanfrage oder Bemusterung aus?

Hierbei ist im ersten Schritt unser Drahtfinder sehr hilfreich und schränkt die Auswahl passend auf die geeignetsten Drahtlösungen ein. Für darüber hinausgehende Anfragen steht unser EDM Applikationsteam zur Verfügung.

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Was sind die Vorteile von beschichtetem Draht?

Beschichtete bedra Drahtelektroden erreichen bei der Funkenerosion eine höhere Bearbeitungsgeschwindigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Blankdrähten. Sie steigern damit die Effizienz und Wirtschaftlichkeit Ihrer Erodierprozesse. Beschichtete Drähte erhöhen auch Ihre Prozesssicherheit, d.h. das Risiko für Drahtrisse bei schlechten Spülbedingungen bzw. der Bearbeitung von hohen Werkstücken wird reduziert. Außerdem erzielen unsere beschichteten Erodierdrähte eine hervorragende Oberflächenqualität und Randzonenintegrität des Werkstücks. Qualität, Wirtschaftlichkeit und Produktivität gehen also bei der Verwendung von beschichteten Erodierdrähten Hand in Hand. Ein Beispiel: Im Vergleich zu herkömmlichem Messingdraht kann der Einsatz von gapstar® ONE die Berarbeitungsgeschwindigkeit um bis zu 60 Prozent erhöhen. Berücksichtigt man den Drahtverbrauch und den Maschinenstundensatz, so werden die Kosten um mehr als 37 Prozent gesenkt.

Beschädigt die Funkenerosion mein Werkstück?

Die Funkenerosion ist ein thermisches Abtragsverfahren, bei dem infolge getakteter Funkenentladungen sehr kleine Materialmengen lokal aufgeschmolzen und abgetragen werden. In den ersten Jahrzehnten waren die Generatortechnik und die Regelungstechnik noch nicht sehr ausgereift, so dass insbesondere beim funkenerosiven Senken am Werkstück häufig eine sehr ausgeprägte Randzone mit thermischen Schädigungen, wie Rissen, Gefügeumwandlungen und Eigenspannungen entstand. Besondere Bedeutung in der Funkenerosion hat die sog. „weiße Randschicht“ erlangt, die durch das sehr schnelle Wiedererstarren von aufgeschmolzenem Material entsteht. Aufgrund des extrem feinkörnigen oder auch amorphen Gefüges erscheint diese Zone in Schliffbildern weiß. Noch immer verbinden viele Anwender die Funkenerosion mit einer unvermeidbar starken Schädigung der Bauteilrandzone.

Bei der modernen Drahterosion sind die Energieimpulse aber derart kurz und so geregelt, dass die Wärme nur äußerst geringfügig in das Werkstück eindringen kann. Insbesondere durch die Anwendung von Nachschnitten mit sukzessiv reduzierter Entladeenergie lässt sich die thermische Beeinflussung heute auf weniger als 1 µm begrenzen. Dies ist eine Größenordnung, in der auch die thermische Beeinflussung durch zerspanende Verfahren wie Schleifen oder Hartfräsen liegt.

Durch die Drahterosion kann es aufgrund Oxidation und Ablagerug von Rückständen auch zu Verfärbungen der Oberfläche kommen. Die lassen sich jedoch mit handelsüblichen Reinigungsmitteln leicht entfernen.

Welche Materialen können erodiert werden?

Die Erodierbarkeit setzt eine gewisse elektrische Mindestleitfähigkeit des Werkstoffes voraus. Metalle und metallische Legierungen sind daher gut erodierbar. Beim Erodieren gängige Metalle sind Stähle, Aluminiumlegierungen, Titanlegierungen, Nickellegierungen, Kupfer und Buntmetalle.  Auch Sinterwerkstoffe, die aus Hartphase(n) und Bindephase(n) bestehen, lassen sich erodieren. Selbst wenn die Hartphase ein elektrischer Isolator ist, kann aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit der Bindephase die Erodierbarkeit gegeben sein. Klassische Beispiele für Sinterwerkstoffe in der Funkenerosion sind Hartmetalle und PKD (polykristalliner Diamant) sowie vermehrt auch spezielle keramische Werkstoffe. Auch Graphite lassen sich funkenerosiv bearbeiten. Probleme können auftreten, wenn Werkstücke mit einer nichtleitenden Beschichtung versehen sind bzw. starke Oxidschichten aufweisen, oder wenn der Werkstoff größere nichtleitende Phasen oder Verunreinigungen, wie nichtmetallische Einschlüsse, aufweist. Mechanische Eigenschaften wie Festigkeit und Zähigkeit üben dagegen keinen Einfluss auf die Erodierbarkeit aus.

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Welche Materialen können nicht erodiert werden?

Elektrisch nicht leitende Materialien und Halbleiter können nicht erodiert werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Holzund
  • Kunststoffe
  • Glas
  • Keramikwerkstoffe
  • Silizium

Kann man den Draht wiederverwenden?

Der Draht kann nicht unmittelbar wiederverwendet werden, da er während des Erodierprzesses verschleißt. Er kann jedoch recycelt werden. Hierfür eignet sich ideal unser Nachhaltigkeitsprinzip bedra360.

Wie hoch darf mein Werkstück maximal sein?

Die maximale Höhe des Werkstücks wird generell durch die Größe der Drahterodieranlage bestimmt, d.h. durch den maximalen Verfahrweg der Z-Achse. Bei Standardmaschinen beträgt die max. Schneidhöhe i.d.R. wenigstens 250 mm. Je nach Baugröße kann die Schneidhöhe bis zu 1000 mm betragen. Durch spezielle Umbauten von Maschinen konnten jedoch noch größere Höhen realisiert werden. Ab Höhen von 100-150 mm ist die Verwendung eines Drahtdurchmessers von 0,30 mm oder größer ratsam, um eine effiziente Bearbeitung zu gewährleisten.

Können bedra Drahtelektroden auf allen Erodiermaschinen genutzt werden? Was muss ich beachten?

Die meisten bedra Produkte können universell auf allen gängigen Draht Erodiermaschinen eingesetzt werden. Es gibt jedoch Drähte, die speziell für bestimmte Maschinentypen der Hersteller entwickelt wurden und daher für einen Einsatz auf anderen Maschinen nicht unbedingt geeignet sind.  Unser Drahtfinder führt Sie aufgrund des Maschinentyps und weiterer Anwendungskriterien zur optimal geeigneten bedra Drahtelektrode. Für darüber hinausgehende Anfragen steht unser EDM Applikationsteam zur Verfügung.

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Was macht die patentierte bedra Spule so besonders?

Die patentierte und innovative 12-eckige Form verhindert ein Wegrollen. Damit können bedra Erodierdrähte sachgemäß liegend gelagert werden und die Arbeitssicherheit wird gewährleistet.

Draht-Anwendung

Bis zu welcher Oberflächenrauheit kann man topas® plus G einsetzen?

topas® plus G kann für die Erzeugung höchster Oberflächengüten eingesetzt werden.

Kann man mit topas® plus G auch Hartmetall bearbeiten?

Ja, topas® plus G ist auch für die Bearbeitung von Hartmetall geeignet.

Wie lautet die Draht-Empfehlung bei konischen Anwendungen?

Für das Schneiden von Koniken >7° werden Drähte mit einer Dehnung >10% empfohlen. Hierfür eignet sich unser gapstar® ONE.5 sehr gut. 
Für das Schneiden von Koniken >30° werden Drähte mit einer Dehnung von >30% empfohlen. Hierfür eignet sich unser gapstar® ONE.4 sehr gut.
Für detailliertere Informationen nutzen Sie bitte unseren Drahtfinder.

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Wie lautet bedra´s Draht-Empfehlung zur Bearbeitung von Hartmetall?

Zur Bearbeitung von Hartmetallen empfehlen wir die Drähte cobracut® Typ G und topas® plus G.

Welche Drähte eigenen sich besonders für höchste Präzision und feine Oberflächen?

In punkto Präzision ist unser cobracut® Typ G das Maß aller Dinge.

Welcher Drahttyp ist für die Serienproduktion besonders geeignet?

Für die Serienproduktion bietet sich aufgrund seiner einzigartig hohen Schneidleistung unser neuer Drahttyp gapstar® ONE.9 an.

Welcher Draht eignet sich am besten für besonders hohe Werkstücke? ( > 100 mm)

Für die meisten Maschinentypen empfehlen wir unseren neuen Drahttyp gapstar® ONE.9. Eine sichere Empfehlung erhalten Sie durch unseren Drahtfinder.

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Welcher Draht eignet sich am besten bei schlechten Spülbedingungen?

Für die meisten Maschinentypen empfehlen wir unseren neuen Drahttyp gapstar® ONE.9. Eine sichere Empfehlung erhalten Sie durch unseren Drahtfinder.

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Welcher Draht eignet sich am besten zur Bearbeitung von Nickel- und Titanlegierungen?

Für die meisten Maschinentypen empfehlen wir unseren neuen Drahttyp gapstar® ONE.9. Eine sichere Empfehlung erhalten Sie durch unseren Drahtfinder.

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Welcher Draht eignet sich am besten zur Aluminium-Bearbeitung?

Für die meisten Maschinentypen empfehlen wir unseren neuen Drahttyp gapstar® ONE.9. Eine sichere Empfehlung erhalten Sie durch unseren Drahtfinder.

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Welcher Draht eignet sich am besten zur Graphit-Bearbeitung?

Für die meisten Maschinentypen empfehlen wir unseren neuen Drahttyp gapstar® ONE.9. Eine sichere Empfehlung erhalten Sie durch unseren Drahtfinder.

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Welcher Draht eignet sich am besten zur kontaminationsfreien Bearbeitung?

Hierzu lässt sich keine eindeuitge Aussage treffen. Dies richtet sich nach den genauen Anforderungen der individuellen Anwendung. Für konkrete Empfehlungen steht Ihnen unser Applikations Team zu Verfügung.

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Welcher Draht eignet sich am besten zur Standardbearbeitung von polykristallinem Diamant (PKD) und kubischem Bornitrid (CBN)?

Hierzu lässt sich keine eindeuitge Aussage treffen. Dies richtet sich nach dem Maschinentyp und Hersteller. Unser Drahtfinder hilft hier weiter.

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Welcher Draht eignet sich am besten zur Mikrobearbeitung mit einem Durchmesser von 0,10 mm?

Hier empfehlen wir den microcut® CCA.

Welcher Draht eignet sich am besten zur Mikrobearbeitung mit einem Durchmesser kleiner 0,10 mm?

Hierzu lässt sich keine eindeuitge Aussage treffen. Dies richtet sich nach Maschinentyp, Hersteller und konkretem Durchmesser. Unser Drahtfinder hilft hier weiter.

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Reklamation

Wie unterstütze ich im Fall einer Beanstandung die Ursachenanalyse bei Berkenhoff?

Für eine zügige Ursachenanalyse sowie Fehlerbehebung ist die Überprüfung der beanstandeten Ware durch uns entscheidend. Mit einer möglichst schnellen Rücksendung wenigstens einer Drahtspule, welche den beanstandeten Fehler aufweist, unterstützen Sie daher die Reklamationsabwicklung. Eine zusätzliche kurze Beschreibung des Fehlerbildes in Bild- oder Textform ist ebenfalls sehr hilfreich. Darüber hinaus können Sie sich gerne auch persönlich an unser Applikationsteam wenden. 

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Draht-Handling & Draht-Lagerung

Mein Draht ist verhakt, wie kann ich Abhilfe schaffen?

Die verhakten Windungen freilegen und mit der Schere das Bündel von Windungen zerschneiden. Alle Enden mit der Hand greifen und die Drahtlagen über den Spulenflansch abziehen.

Wie lagere ich die bedra Spulen am besten?

Die Spulen unseres Erodierdrahtes sind schlag-, stoß-, staub- und oxidationssicher verpackt und so sicher vor Verschmutzungen, Beschädigungen und Verschiebungen der Drahtlagen geschützt. Die Spulen sollten deshalb bis zum Gebrauch der Erodierdrähte unbedingt in der Originalverpackung gelagert werden. Die Lagerung der Drahtspulen sollte zudem stets in horizontaler Weise erfolgen, um ein Lösen/Herabfallen einzelner Drahtwindungen und damit Störungen beim Abwickeln zu vermeiden. Nur so bleibt der hohe Qualitätsstandard unserer Erodierdrähte voll erhalten. Der Gewährleistungsanspruch erlischt bei unsachgemäßer Lagerung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der EDM Produktseite.

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Wie lagere ich am besten eine angebrochene Spule?

Wird die Drahtmenge der Spulen nur teilweise verbraucht, sollte das Ende des Erodierdrahtes nach dem Gebrauch entweder durch Ankleben auf dem Rand des Spulenflansches oder durch Bilden einer Drahtschlaufe abgebunden werden. Denn nur durch richtiges Abbinden des Drahtendes ist sichergestellt, dass bei Wiederverwendung der angebrochenen Spulen der Erodierdraht einwandfrei abläuft. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der EDM Produktseite.

EDM Produktseite

Nachhaltigkeit

Was ist bedra360?

bedra360 – das Rundum Nachhaltigkeitsprinzip ermöglicht die Wertsto­ffrücknahme von Kupfer und Messingdraht und deren Rückführung in einen geschlossenen Recycling-Kreislauf. Die Rücknahme von gebrauchtem Draht-Wertstoff erfolgt durch unser autorisiertes Händlernetzwerk direkt beim Endkunden. Die Wertstoffe werden in - von bedra zur Verfügung gestellten - Transportbehältern gesammelt und  anschließend von uns beim Händler abgeholt. Danach erfolgt die Wiederaufbereitung der Wertstoffe (Reinigen, Einschmelzen, Gießen) zur Produktion neuer Drähte.

Das bietet die folgenden Vorteile:

  • Senkung der Metallpreisabhängigkeit
  • Kostenvorteile durch Metallvergütung
  • Image- und Nachhaltigkeitsgewinn ohne Zusatzkosten

Weitere Informationen zu bedra360

Nehmen Sie mit mir und meinem Team Kontakt auf

Stefan Flügge

Stefan Flügge

Leitung Vertrieb & Marketing EDM

Berkenhoff GmbH (Hauptsitz)

  • Werk Kinzenbach
  • Berkenhoffstraße 14
  • 35452 Heuchelheim
  • Deutschland

Berkenhoff GmbH

  • Werk Merkenbach
  • Rehmühle 1
  • 35745 Herborn
  • Deutschland

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