Kupferlegierungen sind metallische Werkstoffe, bei denen Kupfer das Hauptelement bildet. Durch das gezielte Legieren mit anderen Metallen oder Elementen wie Zink, Zinn, Aluminium oder Nickel lassen sich spezifische mechanische, physikalische und chemische Eigenschaften erzeugen – maßgeschneidert für unterschiedlichste industrielle Anwendungen.
Zentrale Eigenschaften
- Hervorragende elektrische und thermische Leitfähigkeit – insbesondere bei niedrig legierten Varianten, ideal für elektrische Anwendungen und Wärmetauscher.
- Ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit – viele Kupferlegierungen bilden eine natürliche Schutzschicht und sind dadurch beständig gegenüber Meerwasser, Industrieatmosphären und Chemikalien.
- Gute Umform- und Zerspanbarkeit – geeignet für Guss, Schmieden, Extrusion sowie spanende Bearbeitung.
- Antibakterielle Wirkung – vorteilhaft für Sanitär-, Lebensmittel- und Medizintechnik.
- Attraktive Oberflächenoptik – ideal für Design- und Architekturprojekte.
Wichtige Kupferlegierungsarten
- Messing (Kupfer + Zink): Gute Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, weit verbreitet in Armaturen, Ventilen und Dekorelementen.
- Bronze (Kupfer + Zinn): Hohe Verschleißfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit, eingesetzt in Gleitlagern, Kunstguss und Schiffsbau.
- Aluminiumbronze (Kupfer + Aluminium): Sehr hohe Festigkeit und Seewasserbeständigkeit, ideal für Luftfahrt, Offshore- und Chemieanlagen.
- Neusilber (Kupfer + Nickel + Zink): Silberähnliches Aussehen, gute Umformbarkeit, verwendet z. B. in Musikinstrumenten und Bestecken.
- Kupfer-Nickel-Legierungen (CuNi): Besonders seewasserbeständig, Anwendung im Schiffbau und Offshorebereich.
Einsatzbereiche
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit, Zuverlässigkeit und technischen Leistungsfähigkeit finden Kupferlegierungen Verwendung in:
- Elektrotechnik und Elektronik
- Maschinen- und Fahrzeugbau
- Maritime Technik und Offshore-Anlagen
- Architektur und Innenausbau
- Sanitär-, Medizin- und Lebensmitteltechnik
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